Eigentlich habe ich mir vorgenommen, heute etwas früher aus
den Daunen zu kriechen. Doch irgendwie ist’s heute so schön warm und gemütlich
im Zelt, dass ich das Aufstehen noch um eine Viertelstunde herausschiebe. Leise
plätschert draussen der Fluss vorbei und die ersten Vögel pfeifen ihr
Morgenlied. Es ist schön, einfach nur da zu liegen und den Geräuschen
zuzuhören. Keine Termine, welche anstehen, keine Vorschriften, welche ich
einhalten muss; Anarchie pur;).
Doch wie jeden Morgen bin
ich neugierig, wie das
Wetter draussen ist. Also strecke ich den Kopf durch den Zelteingang und
erblicke einen mystischen Morgennebel über dem Fluss.
Schnell ziehe ich mich
an, packe die Kamera und gehe auf Motivsuche. Die Tipps vom Schwiegervater im
Ohr versuche ich, alles richtig zu machen: Beim Weitwinkelobjektiv ein Motiv im
Vordergrund haben, wechseln auf das Tele, kniend, liegend, halb im Handstand,
so macht Frühsport doch Spass!
Drei weitere
Würfe und schon wieder Seegras, äh, nein, das ist ein Fisch! Zuerst kann ich es
fast nicht glauben, doch als ich die Angelschnur einziehe, kommt er, etwas
widerwillig zwar, an die Wasseroberfläche. Puuh, ein Mordshecht, so wie bei der
Musikband „Patent Ochsner“, nur, dass er mich nicht reinzieht, sondern ich ihn
raus.
Wie auf Kommando kommt Simi aus dem Zelt und gemeinsam
freuen wir uns über unseren ersten Fisch. Simi übernimmt das Bannokbacken, ich
das Zubereiten des Fischs. Ich muss sagen und das ohne zu bluffen, es mundete
beides besser, als das Essen in der Business-class beim Hinflug. Ich freue mich
auf weitere, saftige Fische!!!
(Adi)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen